Сванидзе А.А. Сведневековый город и рынок Швеции. Страница 380

Es werden zwei Aspekte des Marktes charakterisiert. Zum ersten die wirt­schaftliche, administrative und rechtliche Organisation des Handels und der handeltreibenden Personen: das Warensortiment, die Ortslage der Handelszent­ren, ihre Typen und Beziehungen zwischen ihnen, Zahlungsmittel, Stand des MaЯsystems, Regelung des Handels, Handels- und Kaufmannsrecht, Formen der Vereinigungen auf dem Gebiet des Handels. Zum zweiten die soziale Struktur des Marktes: Inwieweit die verschiedenen Produktionszweige (Landwirtschaft, Gewerbe in Stadt und Land, Unternehmen) darin vertreten sind und in welchem Verhдltnis zueinander sie stehen. Desgleichen die verschiedenen цkonomischen Typen der Wirtschaft (Natural-, Waren- und Ьbergangswirtschaft), die ver­schiedenen sozialen Typen der Wirtschaft (Bauern-, Landadel-, Kirchen- und Kloster-, Handwerks- und Kronenwirtschaft), die verschiedenen Marktsubjekte (Berufshдndler, unmittelbare Produzenten, Rentenempfдnger).

Die Forscher der schwedischen Geschichte bis zum 16. Jh. wissen wohl, daЯ nicht alle im Buch erwдhnten Gesichtspunkte hinreichend ausfьhrlich behan­delt werden kцnnen. Aus den Quellen erfahren wir mehr ьber das Gesetz als ьber die reale Lebenspraxis. Die Quellen gewдhren viel mehr Einblicke in das Leben der sozialen Oberschichten als in das der einfachen Bьrger. Sie befassen sich viel ausfьhrlicher mit Stockholm und groЯen Hдfen als mit mittelgroЯen und kleinen Stдdten und Handelsstдtten. Ihre Zahl nimmt zum 15. Jh. zu, wдh­rend fьr das 13. Jh. nur wenige Quellen vorliegen. Hinzu kommt, daЯ wir nicht im Besitz von statistischem Material sind, das eine quantitative Analyse der Warenzirkulation des Marktes, des Preisstandes und der Preisbewegung, des Verhдltnisses zwischen Nachfrage und Angebot, der Hцhe des kaufmдnnischen Profits, des Verhдltnisses zwischen der Waren- und der Naturalproduktion in den individuellen Wirtschaften und aufgeschlьsselt nach Wirtschaftszweigen ermцglichen wьrde. Notgedrungen werden vorwiegend qualitative Analysen ge­macht und quantitative Charakteristiken vermieden.