Сванидзе А.А. Сведневековый город и рынок Швеции. Страница 381

Im Zeitraum von 13.—15. Jh. machte der schwedische Markt mehrere Wo­gen Konjunkturbedingte Flauten und Aufstiege durch, was sowohl durch den «schwarzen Tod» als auch durch die sich periodisch verschдrfende politi­sche Lage im In- und Ausland bewirkt wurde. Im Material ist aber keine ir­gendwie lдngere Krise wдhrend dieser Periode erwдhnt. Im Gegenteil, der Markt entwickelte sich im Laufe der drei Jahrhunderte im allgemeinen in aus­gesprochen aufsteigender Linie und spielte im Leben der Gesellschaft eine zu­nehmende Rolle. Das belegen folgende Kennzeichen: Erweiterung des Waren­sortiments, vor allem dank der Produktion der Gebrauchsgьter in der Stadt, auf dem Lande und im Bergbau; Warencharakter des Heimgewerbes auf dem Lande; Entwicklung der цkonomischen Spezialisation der Gebiete und Orte; wesentliche Zunahme der Zahl der Handelszentren verschiedener Art; Erweite­rung des vor allem an den Warentransit eindeutig gebundenen StraЯennetzes, insbesondere zu Lande; Spezialisation der Berufshдndler und des Handels; Nutzung des Handels durch Einwohner in Stadt und Land als Kompensations­beschдftigung (Nebenverdienst); Systematisierung der Mьnzprдgung und der Kreditbeziehungen; Entstehung des Wechsels; Bildung des kaufmдnnischen Notariats; grцЯeres Interesse fьr Fragen des Marktes seitens verschiedener Gruppen der Gesellschaft und in der Politik des Staates.

Eins der allerwichtigsten qualitativen Kennzeichen fьr das Wachstum des feudalen Marktes ist die Erweiterung seiner sozialen Basis, der Zusammenset­zung der unmittelbaren Trдger der Warenzirkulation. Im 14. Jahrhundert nahmen allmдhlich alle Schichten der Befцlkerung als Konsumenten und Liefe­ranten Marktbeziehungen auf. Dementsprechend ьberwogen die Massenbedarfsgь­ter in der Absatznomenklatur. Dies ist grundsдtzlich ein Merkmal des entwick­elten feudalen Marktes. Sein anderes Merkmal, das in Schweden zu verzeich­nen war, bestand darin, daЯ in der Warenzirkulation das Produkt der unmittelbaren Arbeit die Ware Arbeitskraft ьberwog und folglich der nichtpro­fessionelle Handel die Oberhand ьber den Berufshandel gewann dank der un­mittelbaren Beteiligung der erwerbstдtigen Bevцlkerung. Ein wichtiger We­senszug des Marktes war auch die relativ zьgige Praktizierung des Handels als Nebenerwerb fьr die Stadt- und Landbevцlkerung und dadurch die Erweiterung des Berufshandels, gewissermaЯen seine Demokratisierung .