Сванидзе А.А. Сведневековый город и рынок Швеции. Страница 382

Die Analyse der sozialen Struktur und der Organisation des schwedischen Marktes verdeutlicht die fьhrende Rolle der Stдdte in der Warenzirkulation und Produktion (sie mochte noch so begrenzt sein), in jenen Prozessen der sozialen Integration und Differenziation, die durch die Entwicklung der Ware Geld Beziehungen bestimmt wurden. Vom 13. bis 15. Jh. legten die schwedi­schen Stдdte einen langen Weg zurьck. An seinem Anfang waren Sie vor allem Zentren des fernen Handelstransits. Gegen das Ende dieses Zeitabschnitts wa­ren sie bereits Zentren des Handels zwischen Vorstдdten, Stдdten, Gebieten, Zweigen und mit dem Ausland, d. h. .Zentren aller Bereiche des Marktes, ihrer Kreuzwege, Grenzen ihres gegenseitigen Ineinandergreifens. Die Stдdte bilde­ten ein relativ dichtes Netz in den erschlossenen Gebieten Mittel-, Ost- und Sьdschwedens. Sie beeinfluЯten aktiv die Peripherie, zogen sie in die Waren­beziehungen hinein durch ihre Handelsstдtten, Handelsreisenden und Kredit­geschдfte (Darlehen, Einlagen in den Bergbau, kaufmдnnischer Kredit). Han­delsvereinigungen und AuЯenwirtschaftsbeziehungen.

Die Reaktion der Landbevцlkerung kam darin zum Ausdruck, daЯ das Ge­werbe auf dem Lande, das Wander- und das Heimgewerbe Warencharakter an­nahm, sich das Institut lдndlicher Hдndler und Zwischenhдndler bildete. Das war ein wichtiger Faktor der цkonomischen Regionenbildung. Die Stдdte und Bergslagen gaben einen merklichen Absatzmarkt fьr Agrarprodukte ab.

Nach dem Erfassen der sozialen Schichten und der Produktionszweige und nach dem Warensoritment gewann der Binnenmarkt in der fraglichen Zeit die Oberhand ьber den AuЯenmarkt. Im Mittelpunkt des Binnen- wie auch des AuЯenmarktes stand die Stadt: Bezeichnenderweise trat die Stadt in Schweden vor allem gerade als Zentrum des Binnenhandels auf, des Austausches mit dem Dorf und der Wechselbeziehungen zwischen den Gebieten. Nur wenige Stдdte hatten direkten Zugang zu dem AuЯenmarkt.