Сванидзе А.А. Сведневековый город и рынок Швеции. Страница 383

Stockholm war fьhrend im Handel, in der Industrie und im Unternehmertum. Stockholm «dirigierte» den Markt des Landes. Das fцrderte die цkonomische Konsolidation (was natьrlich eine komplizierte Rivalitдt zwischen Stдdten nicht ausschloЯ).

Das Bestehen eines solchen Zentrums in Gestalt der Hauptstadt, die Orien­tation der meisten Stдdte auf den Binnenaustausch, die Entwicklung des Han­dels zwischen Gebieten und Zweigen, die Krezung der Warenstrцme des Bin­nen- und des AuЯenmarktes all das beweist, daЯ im 15. Jh. in Schweden das Fundament fьr einen einheitlichen (feudalen) Markt gelegt wurde.

Der AuЯenhandel wurde im Buch lediglich im Zusammenhang mit dem Binnenmarkt behandelt. Sein EinfluЯ war erstens in einer engen, aber wichti- ■gen Gruppe von Produktionszweigen sehr groЯ in den spezialisierten Gewer­bebranchen (Bergbau und Hьttenwesen, teilweise in der Fischerei); Er kam darin zum Ausdruck, daЯ dort erstmalig in Schweden sich Elemente des frьh­kapitalistischen Unternehmertums herausbildeten und das regale Eigentum der schwedischen Regierung sich wesentlich festigte unter Einverleibung von Ge­werbezweigen und Gebieten. Zweitens, weil der AuЯenhandel Schwedens der Politik der Wendischen Stдdte untergeordnet war, verankerte er im ganzen das Primat der extraktiwen Zweige zum Schaden der Entwicklung der verarbeiten­den Branchen, des Stadtgewerbes insbesondere. Drittens vermittelte der AuЯen­handel die eingesetzte Transformation der groЯen Landadelwirtschaft.

Der Berufshandel konzentrierte sich in den Stдdten. Dort entwickelten sich das Handels- und Kaufmannsrecht, das Zoll-, MaЯ-, Gewichts- und Geldsystem. Dort konzentrierten sich die Formen der Produktion mit ausgeprдgtem Waren­charakter. Nur in der Stadt wuchs der Handel aus der Beschдftigung einzelner Personen zur solchen eines ganzen Standes aus. In allen Sphдren der Waren­zirkulation war die Bьrgerschaft sein fьhrendes Subjekt. Haben sich aber die Vorrechte der Stдdter im AuЯenhandel frьh gebildet und waren sie praktisch vollstдndig, so war der sich vom letzten Viertel des 13. Jh. an verstдrkende Kampf fьr дhnliche Positionen im Binnenhandel weniger erfolgreich wegen der Parallelentwicklung des Gewerbes auЯerhalb der Stadt, der Dorfmessen und «Hдfen», der Handelsvermittlertдtigkeit einzelner Bauerngruppen. Das war ein Wesenszug sowohl des schwedischen Marktes, als auch der Beziehungen zwi­schen Stadt und Land. Es wдre aber ein Fehler, wollte man annehmen, die auЯerstдdtischen Formen des Handels und ьberhaupt die Warenelemente auf dem Lande machten den stдdtischen nur Front. Die Beziehungen waren hierin komplizierter, da die auЯerstдdtischen Formen der Warenbeziehungen sich eng mit den stдdtischen verflochten; die Stadt, ihr Markt und ihre sozialen Ge­meinschaften stimulierten sie ьber die Sortimente und die Subjekte des Aus­tausches und vereinten sie um sich. Darum stellten ihre Beziehungen, bei ge­wisser Konfrontation der sozialen Krдfte in Stadt und Land, objektiv und in der Perspektive einen einheitlichen naturgemдssen ProzeЯ in der Entwicklung der Ware Geld Beziehungen dar. Es sei auch erwдhnt, daЯ unter den spe­zifischen Bedingungen in Schweden die Entstehung einer verhдltnismдЯig brei­ten Schicht kleiner und mittlerer Hдndler auf dem Lande die Basis fьr die For­mung und Festigung der schwedischen nationalen Kaufmannschaft abgab.