Сванидзе А.А. Сведневековый город и рынок Швеции. Страница 385

Demnach zeichneten sich auch zwei Mцglichkeiten ab fьr die Reorganisa­tion der Landwirtschaft in Schweden: erste frьhere durch die kleine (bдuerli­che) und zweite spдtere durch die groЯe (gutsherrliche) Wirtschaft. Gegen Ende des 15. Jh. gewann die kleine Wirtschaft die Oberhand. Eben darin wur­den die ersten Elemente der konstruktionsmдЯigen Reorganisation (der Bil­dung des Warencharakters) registriert. Die GroЯgrundbesitzer kьmmerten sich aber so gut wie gar nicht um die eigenen Wirtschaften und trieben Handel mit Produkten, die sie als Fronzins geliefert bekamen. Die Verstдrkung des Adels in jener Zeit, die Entwicklung seiner Beziehungen auf dem AuЯenmarkt, die Fцrderung der extraktiven Zweige und des Fortbestehens der Produktenrente durch den Adel all das zeugt davon, daЯ die Marktbeziehungen des Hoch- adels (fьr den Klein- und Mitteladel liegen keine hinreichenden Dokumentatio­nen vor) damals nicht zur progressiven qualitativen Transformation seiner Wirtschaft fьhrten, sondern im Gegenteil deren feudale Struktur verankerten. Die Kommerzialisierung der Rente fьhrte zur lдngeren Konservirung der Produktivrente, der routinemдssigen Zahlungs mittel, zur Einschrдnkung der Wirkung der Stдdte (wahrscheinlich ist ausgerechnet im 15. Jahrhundert der Ursprung der spezifischen «Scheinblьte des Feudalismus» in Schweden des 17. Jh. zu suchen).

Zu Beginn des 16. Jh. steckte die Marktorientierung der schwedischen Land­wirtschaft noch in den ersten Anfдngen. Der Adel und die Bauern setzten Wa­ren der Massenproduktion und Massenkonsumtion ab und erwarben hauptsдch­lich Waren seltenen Gebrauchs (ihr Sortiment fiel natьrlich fьr verschiedene Bevцlkerungsschichten verschieden aus). Die Reproduktion in den Wirtschaf­ten der Hauptklassen erfolgte somit nicht ьber den Markt und gewann noch nicht den Warencharakter. In der Hauptsache waren es Nebenbeschдftigungen der Bauern, die teilweise in die Warenproduktion einbezogen wurden. Ein qua­litativ andersgeartetes Phдnomen waren"das Gewerbe in den Stдdten und die spezialisierten Erwerbszweige. Zwar behielten auch sie sehr wesentliche Zьge> des Naturalcharakters weiter, doch ihre Reproduktion erfolgte vorwiegend ьber den Markt. Die Warenproduktion umfaЯte das Handwerk der Stadt, die Wa­renerwerbszweige, die sporadischen halbspezialisierten Gewerbewirtschaften auf dem Lande und eventuell die seltenen Elemente des Ackerbaus fьr Marktzwec­ke in den Vorstдdten. Ihr wirtschaftliches und soziales Niveau erhob sich, an den MaЯstдben der Epoche gemessen, nicht ьber den Durchschnitt. Bis Ende des 15. Jh. bezog der schwedische Markt also aus dem Landesinneren vorwie­gend Produkte der Naturalproduktion.