Сванидзе А.А. Сведневековый город и рынок Швеции. Страница 386

Gegen Mitte des 14,—15. Jh. erlebte der schwedische feudale Markt eine Blьtezeit: Die Warenzirkulation war bereits sozial allumfassend, doch der Wert behielt noch meist Verbrauchercharakter. Demnach handelte es sich bei dem Marktsektor des Landes um die Verbindung einer wesentlich entwickelten Wa­renzirkulation mit sporadischer Warenproduktion (d. h. einer Warenproduktion,, die nur in einzelnen Zweigen und relativ wenigen Wirtschaften praktiziert wur­de). Es sieht danach aus, als wдre die vorrangige Entwicklung der Warenzir­kulation gegenьber der Warenproduktion in Schweden ausgeprдgter als in den fьhrenden Lдndern des Kontinents.

Unter den anderen allgemeinen Wesenszьgen des schwedischen Marktes im 13.—15. Jh. sei auf die bedeutende Rolle auЯerцkonomischer Faktoren, ins­besondere auf die rechtliche Regelung des Handels durch den Staat und die Behцrden hingewiesen. Diese Regelung ьbte verschiedene Funktionen aus: Sie war ein Mittel feudaler Ausbeutung der Warenzirkulation und eine wichtige Handhabe fьr die Organisation des Marktes und seiner Instrumente; die Staats­politik spielte fьr die Entwicklung des nationalen Marktes im ganzen eine fцr­dernde Rolle. Was die Politik des Staates gegenьber den Stдdten anbelangt, so wurde sie vor allem durch die Rolle der Stдdte als Handelszentren bestimmt. Einerseits machte sich der Staat den Stadthandel zu Fiskalzwecken zunutze und verletzte dabei die Rechte einzelner Stдdte, brachte sie gegeneinander auf und schmдlerte hдufig die Privilegien der ganzen Bьrgerkorporation. Andererseits fцrderte der Staat die Entstehung des Handelsmonopols der Stдdte und festig­te die Positionen des «eigenen» Handels auf den AuЯenmдrkten (durch die Er­hebung von Einfuhr- und das Fehlen der Ausfuhrzцlle). Die Stдdte waren fьr ihr Teil ebenfalls inkonsequent bei der Verfolgung einer generellen Linie in der Handelspolitik und spannten die «nationalen» Interessen fьr die der einzelnen Gruppen innerhalb der Bьrgerschaft ein. Es ist aber nicht zu bezweifeln, daЯ der Markt im ganzen das politisch-цkonomische Bьndnis der Stдdte und der kц­niglichen Macht zementierte.