Сванидзе А.А. Сведневековый город и рынок Швеции. Страница 387

In der Charakteristik des schwedischen Marktes ьberwiegen Zьge, die dem feudalen Markt als ganzem eigen sind, durch die Einwirkung der Epoche be­stimmt wurden und die vollstдndige Integration des Landes in das europдische feudale System vor Augen fьhren.

Zugleich muЯ man auf die Besonderheiten der regionalen oder nationalen Ebene hinweisen, wo vor allem die Wirkung der lokalen Bedingungen erwдhnt werden muЯ. In diesem Zusammenhang ist es aufschluЯreich, daЯ auf dem schwedischen Markt jener Zeit Agrar- und Gewerbsrohstoffe und Halbfabrikate dominierten. AufschluЯreich sind weiter die Entwicklung der Mдrkte auf dem Lande und die Verbreitung des Handels dort; die Vermittlerrolle der auslдndi- sehen (hansischen) Kaufmannschaft; die relative Schwдche der Handwerker in den Stдdten, die hauptsдchlich ьber die цrtlichen Mдrkte verfьgen konnten; die Verbreitung mьnzloser Zahlungsmittel und persцnlicher Beziehungen im Aus­tausch.

Man kann nicht den direkten Zusammenhang dieser Besonderheiten des Austausches mit den Besonderheiten der Wirtschaft und der gesellschaftlichen Arbeitsteilung in Schweden und zwischen den letzteren und den lokalen natur­gegebenen und historischen Bedingungen ьbersehen. Man kann nicht den Zu­sammenhang zwischen der Unterentwicklung des Ackerbaus und der Hyper­trophie der bдuerlichen Nebenverdienste ьbersehen, zwischen der persцnlichen Freiheit der Bauern und der Entfaltung ihrer geschдftlichen Initiative ohne Bruch mit dem Ackerbau, zwischen der Vorherrschaft der hansischen Kauf­mannschaft im AuЯenhandel und der Verdrдngung der Stadt samt den цrtli­chen Handels- und Handwerksschichten in den Bereich des Binnenhandels.

Die gesellschaftlichen Folgen, die Wirkung dieser «ausbalancierten» Varian­te der Marktentwicklung «schwache Stadt und starkes Dorf» waren in ver­schiedenen Etappen keineswegs gleich. Die aktive Beteiligung des Dorfes an der Warenzirkulation und der Handwerksproduktion schwдchte ohne Zweifel die Produktion und den Markt in der Stadt, die Trennung und die Fьhrungs­rolle der Stadt; die spдt oder «unzureichend» entwickelte Stadt gab ihrerseits Impulse fьr die Erweiterung von Warenelementen auf dem Lande und bildete die Basis fьr die deutsche Infiltration und Wirkung, wodurch die sozial-etische Konfrontation zwischen der Oberschicht der Stadt einerseits und ihren unteren -Schichten und dem Dorf andererseits entstand. Doch die Warenelemente bil­deten die Basis auch fьr die Entwicklung der nationalen Kaufmannschaft, die die Stadt zu einem wichtigen Bollwerk der Verfechtung der nationalen Interes­sen gemacht hatte, und einen wesentlichen Teil der Entwicklung des Frьhka­pitalismus bereits vom 16. Jh. an.